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Was bedeutet ökologisch, nachhaltig und bio und wie setzt du es beim Einkaufen um?

Wir erklären dir, auf welche Siegel und Marken du achten solltest, wenn du nachhaltig shoppen möchtest. Lohnt es sich überhaupt fairtrade- und Bio-Produkte zu kaufen und hilft es der Umwelt?

Durchblick im Dschungel der Siegel & Marken

Nachhaltigkeit gehört spätestens seit der Rio-Konferenz von 1997 zu den global wichtigen Themen und ist auch in der Bevölkerung ein weit verbreitetes Thema. Ein wirklich nachhaltiger Konsum ist jedoch in seiner Ganzheitlichkeit oft nur sehr selten wirklich umsetzbar. Denn einerseits ist Nachhaltigkeit sehr vielschichtig und komplex und andererseits können Konsumentinnen und Konsumenten die Nachhaltigkeit nicht vom Entstehungsprozess bis hin zum Endprodukt kontrollieren.

Genau hierzu sollen Siegel dienen, die die Qualität bzw. die besonderen nachhaltigen Eigenschaften von Lebensmitteln festlegen und bestätigen. Dabei gibt es unterschiedliche Siegel, die entsprechend auch Unterschiedliches besagen und genau hier beginnt die Unübersichtlichkeit für Konsumentinnen und Konsumenten. Zu bedenken ist auch, dass es neben den spezifischen Siegeln auch gewisse Oberbegriffe gibt, die eher umfassende Konzepte beschreiben und denen die jeweiligen Siegel und Unterbegriffe zugeordnet werden.

Ökologisch - oder doch ökonomisch?

In der Ökologie geht es um die Natur bzw. den Naturhaushalt. Dabei erfasst der Begriff sowohl Tiere, Menschen, Pflanzen und auch einzelne Mikroorganismen als auch Klima, Wasser, Luft und auch die Erde an sich. Als ökologisch gilt etwas, wenn es ein optimales Verhältnis von Aufwand und Ertrag im Bereich der Ökologie aufweist und demzufolge möglichst geringe Umweltaufwände bzw. -belastungen hervorruft, während es möglichst viel zur Erhaltung und Schonung der Umwelt beiträgt. Während es in der Ökologie um das Aufwand-Ertrags-Verhältnis in punkto Natur geht, befasst sich die Ökonomie mit der Wirtschaftslehre. Bei der Ökonomie von Produkten geht es also um Fragen der Aufwendungen und Erträge, die im gesamten Produktions- und auch Lieferprozess von Produkten anfallen. Ökonomisch ist demzufolge etwas, wenn es wirtschaftlich betrachtet, möglichst wenig Aufwand bei möglichst viel Ertrag generiert. Gemeinsam haben die Begriffe übrigens den Wortteil “Oikos”, der aus dem Griechischen stammt und für “Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft” steht.

Was ist unter Fairtrade zu verstehen?

Das Fairtrade-Siegel kann sowohl der Ökologie als auch der Ökonomie zugeschrieben werden. In erster Linie ist es ein Sozialsiegel, dass die Bedingungen für Produzenten von Kaffee, Baumwolle, Kakao und weiteren Produkten im Handel verbessern soll. Damit sollen die Arbeits- und auch Lebensbedingungen von Kleinbauern und Mitarbeitenden von Plantagen in Schwellen- und Entwicklungsländern verbessert werden. Gleichzeitig beinhaltet das Siegel auch Punkte, die die Ökologie betreffen. Hierbei wird darauf fokussiert, dass beispielsweise in punkto Bodenfruchtbarkeit, Bodenerosion aber auch nachhaltigem Wassergebrauch und Abfallwirtschaft aufgeklärt wird und bestmögliche Bedingungen geschaffen werden. Bauern dürfen zum Beispiel viele der gängigen Pestizide nicht verwenden und werden zudem auch über die Konsequenzen und den fachgerechten Einsatz informiert.

Bedeutet Fairtrade gleichzeitig Bio?

Man könnte nun denken, dass Fairtrade auch Bio bedeutet - doch dem ist leider nicht immer so. Wäre ja auch zu schön gewesen! Zwar haben Bio und Fairtrade teils ähnliche Komponenten, doch es gibt auch Unterschiede. Denn während sich Fairtrade vor allem um den fairen Handel dreht, also eine vorwiegend ökonomisch-nachhaltige Richtung einschlägt, geht es beim Bio-Siegel viel stärker um Ökologie, während ökonomische Aspekte außen vor gelassen werden.

Bei Bio geht es konkret um den kontrollierten, ökologischen Landbau und entsprechend darum, die Umweltbelastungen zu verringern. Dabei geht es um Fragen rund um die Verwendung von Pestiziden, die das Grundwasser belasten könnten, bestimmte Tierarten gefährden oder auch für die Gesundheit des Menschen schädlich sind. Unter welchen Bedingungen Bio-Produkte produziert und gehandelt werden, ist hingegen beim Bio-Siegel grundsätzlich egal.

Neben dem klaren Verbot chemisch-synthetischer Unkrautbekämpfungs- und Schädlingsmittel zu verwenden sowie auch mineralische Kunstdünger, ist beim Bio-Siegel auch Gentechnik verboten und die jeweiligen Bauern sollten sich an sogenannte Fruchtfolgen halten und geschlossene Nährstoffkreisläufe anstreben. Insgesamt müssen 95% der Zutaten von Bio-Lebensmitteln aus kontrolliertem ökologischem Landbau stammen.

Demeter, Bioland & Co.

Neben dem Bio-Siegel der Europäischen Union gibt es auch noch weitere Umweltzeichen, die sogar noch strengere Auflagen stellen. Bei Demeter, Naturland oder auch Bioland zum Beispiel, muss neben dem ökologischen, nachhaltigen Anbau auch gewährleistet sein, dass das Bio-Futter aus der Region kommt. Dadurch wird zusätzlich darauf abgezielt, dass einerseits die eigene Region unterstützt und gleichzeitig auch der ökologische Fußabdruck möglichst niedrig gehalten wird.

Was ist denn jetzt nachhaltig?

Ein weiterer, oft verwendeter Begriff ist “Nachhaltigkeit”. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Handlungsprinzip, demzufolge man bei allem was man tut, überlegt, was es für Auswirkungen hat - und zwar nicht nur für die Natur, sondern zum Beispiel auch für andere Menschen. Das Ziel ist dabei sehr simpel: Die Welt soll so hinterlassen werden, dass folgende Generationen auf die gleiche Art und Weise leben können oder sogar noch bessere Rahmenbedingungen vorfinden. Nachhaltigkeit ist also ein Erhaltungsprinzip - wobei wie gesagt durchaus auch die Möglichkeit zur Verbesserung einzelner Dinge mitgedacht ist. Nachhaltig ist demzufolge alles, was diesem Prinzip folgt, seien es Dinge oder auch Verhalten. Etwas nachhaltiges hat Bestand, hinterlässt einen positiven Einfluss und trägt zu einer guten oder gar besseren Welt bei.

Zusammenfassend können wir also festhalten, dass alle in diesem Artikel erfassten Begrifflichkeiten und Siegel jeweils für sich ein Mosaik für ein nachhaltiges Handlungsprinzip darstellen, die uns als Verbraucher Hilfestellungen geben, um unseren täglichen Konsum nachhaltiger zu gestalten. Jede noch so kleine nachhaltige Geste, die wir machen, bedeutet unweigerlich ein weiteres Mosaik für das Gesamtbild. Mit unserer Öko Kategorie möchten wir zum einen ein Bewusstsein fördern, und zum anderen durch die Vorselektion von Marken, die eines oder mehrere der oben beschriebenen Prinzipien verfolgen, einen nachhaltigen Konsum erleichtern.

Worauf du beim Einkaufen achten solltest

Zuallererst steht das Bewusstsein, durch Kaufentscheidungen tatsächlich etwas verändern und bewirken zu können. Wir alle müssen zu einem gewissen Grad konsumieren. Wir brauchen Nahrung, Kleidung und Dinge des täglichen Bedarfs. Hier lohnt es sich also, einmal einen Blick auf nachhaltige Alternativen zu werfen. Die Nahrungsmittel, die Natur.com anbietet, sind z.B. mit diversen Siegeln ausgestattet. Bei Kleidung kannst du dich bei Deerberg, Waschbär, recolution und Greenpicks umschauen. Diese Marken bieten fair gehandelte Produkte, Bio-Baumwolle und vieles mehr an. Zudem sind diese Produkte qualitativ auf viel höherem Niveau, als Fast Fashion Kleidung und halten dadurch viel länger. Falls du auf dein Make-Up nicht verzichten möchtest, dann steht mit ARTDECO ein Unternehmen dafür, noch nie Tierversuche gemacht zu haben und auch seine Zulieferer dahingehend zu kontrollieren. Naturkosmetik bekommst du unter anderem bei Big Green Smile, Liwela und Stop The Water While Using Me. Als letztes Beispiel möchten wir alternative Reinigungsmittel anbringen, die in Wirkung den herkömmlichen in nichts nachstehen. Diese kannst du bei Waschbär und Greenpicks erwerben. Es ist also deine Entscheidung, neue Wege einzuschlagen und somit einen Unterschied zu machen. Jede noch so kleine Geste hilft. Frei nach dem Motto: Shop, save and clear your Karma.